Baustelle
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Die Stätte von Locmariaquer gehört zu den wenigen großen Megalithanlagen im südlichen Morbihan, die Gegenstand neuerer Ausgrabungen und Restaurierungsarbeiten waren. Begeben Sie sich auf eine Reise in die Jungsteinzeit!
Die Megalithanlage von Locmariaquer hat die Archäologen schon immer fasziniert und war daher Gegenstand mehrerer Ausgrabungen. Vor allem Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden hier zahlreiche Arbeiten durchgeführt. Die Ausgrabungen, die vor etwa 30 Jahren (1986-1994) durchgeführt wurden, haben uns zwar nicht alle Geheimnisse dieser mehrere tausend Jahre alten Monumente offenbart, dafür aber eine wichtige archäologische Dokumentation aus erster Hand!
Bei diesen letzten Ausgrabungen wurden nämlich beim Abtragen des Table des Marchands die Gruben für die Aufstellung der Reihe aufgerichteter Steine in der Nähe des zerbrochenen Grand Menhir entdeckt und so die Existenz einer Aufreihung in der Jungsteinzeit bewiesen, die heute verschwunden ist. Diese Studie ließ auch den Tumulus von Er Grah aus der Vergangenheit wieder auftauchen, der damals in Vergessenheit geraten war.
Die jüngsten Entdeckungen haben das wahre "Gesicht" unserer Architekturen enthüllt, ohne ihre Monumentalität und ihr einstiges Prestige zu vergessen. Der Tisch der Händler erlebte eine spektakuläre Veränderung seines Aussehens nach der Restaurierung in den 1990er Jahren, bei der ein Cairn wiederhergestellt wurde, der die bis dahin teilweise im Freien liegende Grabkammer vollständig verdeckte. Vor dieser Restaurierung war der Table de Marchands das "Bild von Epinal" schlechthin für die Megalithen der Bretagne.
Wie der Tisch der Händler wurde auch der Tumulus von Er Grah so restauriert, dass die Öffentlichkeit nun seine spektakulären Ausmaße und seine besondere architektonische Form sehen kann. Die Gruben der verschwundenen Reihe des Großen Zerbrochenen Menhirs sind nun auf dem Boden markiert.
Reproduction Benjamin Gavaudo / CMN