Unverzichtbar
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Ganz anders als der Tisch der Händler, lassen Sie sich von diesem Grab mit außergewöhnlichen Ausmaßen, das bemerkenswerte Grabbeigaben enthüllt hat, in Erstaunen versetzen!
Zunächst einmal stellten die Archäologen fest, dass dieses Monument nicht in einem Zug, sondern über mehrere Jahrhunderte hinweg errichtet worden war. Ursprünglich ein kleiner Steinhügel, wurde die Architektur nach Norden und Süden ausgedehnt und erreichte eine Länge von fast 140 Metern. So entstand diese ganz besondere trapezförmige Struktur aus Stein und Erde: ein Tumulus.
Nicht nur seine Länge macht schwindelig, sondern auch die Herkunft der Grabbeigaben, die bei archäologischen Ausgrabungen Anfang des 20. Jahrhunderts in der Gruft gefunden wurden! Äxte und Anhänger in so einzigartigen Farben, die aus den italienischen Alpen bzw. von der iberischen Halbinsel stammen, machen deutlich, dass es in der späten Vorgeschichte einen europaweiten Umlauf von Prestigegütern gab. Wie waren diese Handelsnetze damals organisiert?
Mit dem Tumulus von Er Grah haben wir es in der Tat mit einer spektakulären Gra bstätte zu tun, die an die Maßlosigkeit der großen karnakischen Grabhügel wie Mané er Hroëck in Locmariaquer, Butte de César - Tumulus de Tumiac in Arzon und den außergewöhnlichen Tumulus Saint-Michel in Carnac erinnert.
Pierre Converset / Centre des monuments nationaux