Unverzichtbar
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Die Entdeckung des Inneren des Cairns von Table des Marchands ist ein intensiver Moment. Noch immer gibt es viele Fragen und Interpretationen. Dieses Monument hat noch nicht alle seine Geheimnisse preisgegeben!
Der Table des Marchands wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts restauriert und ist eine ehemalige Grabkammer, die mit einem Cairn, einem Steinhaufen ohne Mörtel, bedeckt ist.
Er soll das erste Monument gewesen sein, das als Dolmen - der Steintisch auf Bretonisch - definiert wurde, um an diese Architektur aus großen, tischförmigen Blöcken zu erinnern.
Die erste Bezeichnung soll aus dem Jahr 1796 stammen und von dem ersten Grenadier Frankreichs und Kelten Théophile Malo Corret dit de La Tour d'Auvergne verfasst worden sein, dessen Asche im Pantheon ruht.
Reproduction Philippe Berthé / CMN
Auf zwei Steinen im Inneren des Monuments sind eindrucksvolle Gravuren zu sehen. Ihre Interpretation macht neugierig.
Die Menschen haben schon lange vor der Schrift Zeugnisse hinterlassen. Handelt es sich um Motive, die mit dem Alltag, dem politischen oder auch dem spirituellen Leben dieser prähistorischen Völker in Verbindung stehen?
Die verwendeten Techniken zeigen eine genaue Organisation und ein präzises Know-how. Wenn man den Kopf hebt, stellt man fest, dass es auch an der Decke Gravuren gibt, von denen eine aussieht, als hätte sie ihre Hälfte verloren... Seien Sie beruhigt! Der zweite Teil ist nicht weit entfernt, denn wir treffen sie am Cairn von Gavrinis wieder...
Warum "Händler"?
Die große Frage, die von den Besuchern gestellt wird, lautet wie folgt: Warum "Marchands"? In der Literatur kann der Name des Denkmals ebenso gut als "Marchand" oder "Marchands" gelesen werden. Der Ursprung ist mysteriös, da die Archäologen keine Verbindung zu einem möglichen Familiennamen oder der möglichen Verformung eines bretonischen Namens nachweisen konnten. Die Hypothesen bleiben offen...
Philippe Berthé, Centre des monuments nationaux